Entwicklung des Schrägwalzverfahren
Die Brüder Reinhard und Max Mannesmann sind für die Qualität ihrer Röhren weltbekannt.
1885 gelingt es den beiden Brüdern Max und Reinhard Mannesmann, aus einem massiven Stahlblock durch Walzen einen dickwandigen nahtlosen Hohlkörper herzustellen. Das Gelingen ist einem Zufall zu verdanken: Nach Bearbeitung auf schräg stehenden Glättwalzen weisen polierte Rundstäbe Risse und Hohlräume auf. Es kommt die Idee auf, dieses Phänomen effektiv zu nutzen – das sog. Schrägwalzverfahren ist erfunden und wird 1886 von den Brüdern patentiert. Entscheidender Vorteil nahtloser Rohre: Sie halten nicht nur einer stärkeren Belastung und erhöhtem Druck Stand, sondern sind auch weniger anfällig für Korrosion und Ablagerungen – ein Durchbruch in der Hygiene- und Sanitärbranche. Auch Richter und Frenzel erkennen die Wertigkeit und bieten diese Rohre ab 1895 als Artikel an.